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Subj: Kein Aprilscherz: Vodafone-LTE-Mobilfunk auf dem Mond geplant
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01.04.2017

Kein Aprilscherz: Vodafone-LTE-Mobilfunk auf dem Mond geplant

Ein kleines deutsches Unternehmen plant eine private Mission zum Mond, Vodafone
errichtet dazu auf dem Mond ein LTE-Mobilfunknetz und Audi konstruiert zwei
Mondfahrzeuge.

Das klingt wie ein Aprilscherz, soll aber tatsächlich realisiert werden. Das
Berliner Start-up-Unternehmen "Part Time Scientists" plant eine solche Mission
für Mitte 2018.

Ursprünglich wollte "Part Time Scientists" nur an dem Google-Wettbewerb "Lunar
X-Prize" teilnehmen, bei dem es darum geht, bis Ende 2017 eine unbemannte Sonde
auf dem Mond zu landen und mit einem Fahrzeug mindestens 500 Meter auf der
Mondoberfläche zurückzulegen. Die Berliner Wissenschaftler konnten aber den von
Google gesetzten Termin nicht einhalten. An dem Ziel, eine eigene unbemannte
Mondmission zu starten, hält das Unternehmen aber fest und will das Projekt nun
in Eigenregie realisieren.

Die Berliner wollen mit einer Rakete des privaten Raumfahrtunternehmens SpaceX
ein selbstkonstruiertes Landemodul namens "Alina" zum Mond befördern. An Bord
des Landemoduls befindet sich eine von Vodafone entwickelte LTE-Basisstation,
die mit dem neuen LTE-Verfahren V2X (Vehicle-to-anything) arbeitet. Damit
sollen zwei von Audi entwickelte Mond-Roover ("Audi lunar quattro") gesteuert
sowie Messdaten und hochauflösende Bilder und Videos übertragen werden.

Der Landeplatz soll in der Nähe des Ortes liegen, an dem im Dezember 1972 im
Rahmen der Mission Apollo 17 die letzten amerikanischen Astronauten den Mond
betreten hatten. Die Wissenschaftler wollen versuchen, die seinerzeit von den
US-Astronauten zurückgelassenen Gerätschaften ausfindig zu machen,
Materialproben zu entnehmen und zu untersuchen, um festzustellen, wie sich der
fast 45-jährige Aufenthalt auf dem Mond auf das Material ausgewirkt hat.

Die betriebsbereit auf dem Mond verbleibende LTE-V2X-Basisstation soll auch von
kommenden Mond-Missionen für den Aufbau von TK-Netzen genutzt werden können.

Das Projekt hat auch zu skurrilen Situationen geführt. Vodafone berichtet, dass
sich die Wissenschaftler um eine Genehmigung zur Nutzung der Funkfrequenzen auf
dem Mond bemüht haben. Vergeblich - sie mussten erfahren, "dass es bei der
zuständigen Behörde keine Formulare für Mondfrequenzen gibt". Denn der Mond
besitze kein Frequenzspektrum und veranstalte auch keine Frequenzauktionen...
:-)

- wolf -

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Quelle: http://www.funkmagazin.de/010417.htm

 


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