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Subj: Deutschland-Rundspruch 4/2018, 4. KW
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DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 4/2018, 4. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab
Donnerstag, den 25. Januar 2018, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter
http://www.ostseerundspruch.de/category/deutschland-rundspruch/ auch als
RSS-Feed und http://www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei
finden Sie im eingeloggten Zustand unter
https://www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/#c35494.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X];
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches
aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 4 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs
für die 4. Kalenderwoche 2018. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden
Themen:

- FT8 ist der beliebteste Digimode
- ARRL erweitert DXCC-Regeln, Kosovo erhält DXCC-Status
- WSPR-Bake in der Antarktis im Testbetrieb aktiv
- Korrektur zur Meldung: "Radiostation ROI startet Sendebetrieb"
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

FT8 ist der beliebteste Digimode
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Der britische Autor der Software Clublog, Michael Wells, G7VJR, hat bei einer
Datenerhebung unter 8000 Clublog-Nutzern ermittelt, dass der Anteil der
FT8-Nutzung im Verhältnis zu anderen Betriebsarten seit der Einführung von FT8
im vergangenen Jahr deutlich angestiegen ist. Zum Jahresende 2017 wurden über
55 % aller QSOs in FT8 gefahren.
Im mehrjährigen Rhythmus veröffentlicht Wells Diagramme, die die Nutzung der
Modes auf den Amateurfunkbändern zeigen, basierend auf Log-Daten, die in
Clublog hochgeladen wurden. Die jüngsten, in der vergangenen Woche
veröffentlichten Grafiken zeigen den Anteil der Kontakte in jedem Mode für die
vergangenen zwölf Monate. Wells resümierte: "2017 war das Jahr, in dem sich die
digitalen Modes mit der Einführung von FT8 für immer veränderten." Er fügte
hinzu: "FT8 ist eine bemerkenswerte Errungenschaft, die das DXen für ein ganz
neues Publikum zugänglich gemacht hat."
Nachdem die Beta-Testphase abgeschlossen ist, hat FT8 noch einmal an
Beliebtheit innerhalb der Amateurfunk-Community gewonnen und viele Funkamateure
von dem zuvor populären JT65-Mode weggelockt. Für das gesamte Jahr zeigt die
G7VJR-Grafik einen deutlichen Anstieg des FT8-Kontaktanteils im Vergleich zu
anderen Modes ab Mitte des Jahres, wobei die CW- und SSB-Nutzung gegen Ende des
Jahres immer weiter nach unten tendierte, abgesehen von einem kurzzeitigen
Anstieg der CW-Nutzung im Dezember. Die Nutzung von RTTY und PSK31 blieb im
Laufe des Jahres 2017 vergleichsweise stabil. Die Verwendung von anderen
Betriebsarten ging nach der Einführung von FT8 deutlich zurück.
FT8 ist im Programm WSJT-X in der Version 1.8.0-rc3 enthalten, mit einigen
Verbesserungen gegenüber der ursprünglichen Beta-Version. Zu den größten
Vorteilen von FT8 gehört ein kürzerer Sende-Empfangs-Zyklus, bei dem die
Kontakte viermal schneller sind als bei JT65 oder JT9. Ein kompletter
FT8-Kontakt kann in etwa einer Minute stattfinden. Viele DXpeditionen verwenden
nun routinemäßig den FT8-Mode. Der neue Modus wurde nach seinen Entwicklern
Steven Franke, K9AN, ("F") und Joe Taylor, K1JT, ("T") benannt. Die Ziffer "8"
bezeichnet das 8-Frequenz-Shift-Keying-Format des Modes. Die Töne haben einen
Abstand von 6,25 Hz, ein FT8-Signal belegt nur 50 Hz.

ARRL erweitert DXCC-Regeln, Kosovo erhält DXCC-Status
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Das ARRL Board of Directors genehmigte in seinem Treffen am 19./20. Januar
einen Antrag, die DXCC-Regeln zu erweitern. Die Sektion II, Subsektion 1 der
DXCC-Regeln enthält nun einen neuen Passus, die Subsektion (d), die Folgendes
regelt: Als DXCC kann qualifiziert werden, wenn die "Entity" - was man am
besten mit geografisch oder politisch unterscheidbare Einheit umschreiben darf
- ein IARU-Vollmitglied und auf der Liste der unabhängigen Staaten des
US-Außenministeriums verzeichnet ist. Nach Aussage des ARRL Radiosport
Referenten Norm Fusaro, W3IZ, hatte diese Anpassung der Regeln keine speziellen
Konstruktionen im Blick und kann in Zukunft zu diversen Änderungen führen. Als
erstes zählt die Republik Kosovo ab dem 21. Januar als eigenes DXCC-Land -
bisher zählte der Kosovo zur DXCC-Entity Serbien (YU).
Damit umfasst die Liste der DXCC Entitites nun wieder 340 Einheiten. Um auf die
DXCC Honor Roll zu gelangen, ist deshalb ab sofort der Nachweis für 331
gearbeitete DXCC zum Eintrag in die #1 Honor Roll 340 nötig. Das europäische
Pendant WAE - Worked all Europe, welches im Jahr 2018 seine 70-jährige Existenz
zelebriert - erkennt die Republik Kosovo (Z6) neben einigen anderen
Abweichungen schon geraume Zeit als separates Entity an. Darüber berichtet
Peter Glasmacher, DK5DC.

WSPR-Bake in der Antarktis im Testbetrieb aktiv
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Am 15. Januar in den Nachmittagsstunden wurde der Multiband-Empfänger der
permanenten WSPR-Bake auf der Forschungsstation "Neumayer III" des
Alfred-Wegener-Instituts Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung in
der Antarktis erstmals in Betrieb genommen. Der Empfänger ist Teil eines
wissenschaftlichen Projekts der TU München in Zusammenarbeit mit der Hochschule
Bremen und dem DARC e.V.
Die Installation befindet sich in der Testphase und wird noch mehrere Wochen
lang immer wieder für Wartungsarbeiten und Nachbesserungen an Antennentechnik
und Software abgeschaltet werden, bevor sie in den geplanten mehrjährigen
Regelbetrieb am endgültigen Installationsort übergehen kann. Vor Ort befinden
sich aktuell die drei Funk-Spezialisten und DARC-Mitglieder Felix Riess, DL5XL,
Matthias Maasch, DH5CW, und Daniel Noll, DL1SU, welche die Einrichtung
vorgenommen haben. Die Technik besteht aus einem WSPR-Multiband-Empfänger auf
Basis eines Red Pitaya, der simultan bis zu acht Bänder von 160 bis 6 m
beobachten und mehrere hundert Empfangsberichte stündlich in das WSPR-Net
einspeisen kann. In einigen Tagen ist auch die Inbetriebnahme eines
Multiband-Senders mit 5 W Ausgangsleistung an einer Procom-Vertikalantenne
vorgesehen.
Die ersten Betriebsergebnisse haben alle Projektbeteiligten positiv überrascht.
Nach weniger als einem Tag im Netz hat DP0GVN bereits mehr als 300 verschiedene
Baken des WSPR-Netzes empfangen und die Daten ins Internet übertragen können.
Dies ist dem extrem störarmen Standort, weitab jeglicher menschlicher
Zivilisation und aller Störquellen, geschuldet. Das Bakenprojekt auf der
Forschungsstation wurde von zwei Professoren initiiert, die auch Funkamateure
sind. Das ist zum einen Prof. Dr. Ulrich Walter, DG1KIM, Wissenschaftsastronaut
der ESA und Ordinarius für Weltraumtechnik an der TU München. Ebenso beteiligt
ist der bekannte SDR-Spezialist Prof. Dr. Michael Hartje, DK5HH, von der
Hochschule in Bremen, der sich um die Software- Lösungen kümmert.
Der DARC e.V. ist eng in das Projekt eingebunden, da die weltweite Gemeinschaft
der Funkamateure damit erstmals ein "Schwarmprojekt" ermöglicht, um die
Datenbasis für systematische wissenschaftliche Auswertungen der
Ausbreitungspfade in Polarregionen zu generieren. Die Geräte für dieses
wissenschaftliche Projekt wurden sämtlich ehrenamtlich von mehreren
Funkamateuren aufgebaut.
Zwischenzeitlich hat Rainer Englert, DF2NU, von Radio DARC in einer Rund-E-Mail
auf erste Betriebsergebnisse hingewiesen: "Aufgefallen sind diverse Spots auf
160 m. Sowohl aus den USA als auch aus Europa wurden im Zeitfenster 23:00 UTC
bis 03:00 UTC über mehrere Dutzend Empfänge berichtet. Dies ist erst mal
ungewöhnlich und möglicherweise eine neue Erkenntnis, da ja bekanntlich in der
Antarktis derzeit mit 24 Stunden Sonnenschein Polartag herrscht." Die daraus
resultierenden Analysen befassen sich mit der Bestimmung von Sonnenposition und
Dämmerungszonen, und wie diese sich im Detail auf die Schichten der Ionosphäre
auswirken. "Die beiden beteiligten Unis planen, hierüber mehrere Diplomarbeiten
für angehende Ingenieure zu vergeben", fasst DF2NU zusammen.

Korrektur zur Meldung: "Radiostation ROI startet Sendebetrieb"
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Der Deutschland-Rundspruch berichtete in der vergangenen Woche über den
Sendestart von Radio Oberlausitz International (ROI). Der Beitrag beruht auf
einer umfangreichen Pressemitteilung, die redaktionell nicht gänzlich korrekt
für das Format des Rundspruches zusammengefasst wurde. Der veröffentlichte Satz
"Umrahmt wird das Programm mit Musik von Sendern wie Radio Nordsee
International" lautet korrekt "Umrahmt wird das ganze Programm mit Musik von
Piratensendern wie Radio Nordsee International" und bezieht sich auf das
Internetradio "SATzentrale - Dein Technikradio", mit dessen Macher, Rico
Bube-Förster, ROI eine Kooperation eingegangen ist. Weitere Informationen zu
Radio Oberlausitz International finden Sie auf der Internetseite des Senders
[1].

Aktuelle Conteste
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27. bis 28. Januar: REF Contest, BARTG RTTY Sprint und UBA DX Contest
3. Februar: AGCW-DL Handtastenparty 80 m
3. bis 4. Februar: DARC UKW-Winter-Fieldday und Bayerischer Bergtag
4. Februar: Februar QSL-Party
Die Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des Contest-Referates [dx]
sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 1/18 auf S. 60 und 2/18
auf S. 60.

Der Funkwetterbericht vom 23. Januar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
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Rückblick vom 16. bis 22. Januar: Fluxwerte zwischen 68 und 71 repräsentieren
eine sehr geringe Sonnenaktivität. Die einzige Spitze in der grafischen
Darstellung des Fluxes war ein B9-Flare am 22. Januar. Zwischen dem 16. und 19.
Januar war ein Sonnenfleck sichtbar, seitdem ist die uns zugewandte
Sonnenscheibe blank. Das geomagnetische Feld war bis zum späten Abend des 19.
Januar ungestört, seitdem sind isolierte Störungen präsent, bei denen der über
jeweils drei Stunden gemittelte geomagnetische Index k zwischen 2 und 3 liegt.
Diese Dämpfung spürt man. Bei k-Werten von Null oder 1 sind die DX-Signale auf
160 und 80 m deutlich lauter. Die mittleren Bänder zwischen 60 und 20 m
öffneten gut, es waren DX-Signale aus allen Kontinenten hörbar. Beständigste
"Bake" auf 40 m war KH7XS. 17, 15 und manchmal 12 m öffneten um die Mittagszeit
nach Süden hin. Das sind gute Zeichen für die mögliche Erreichbarkeit von
3Y0Z.

Vorhersage bis zum 30. Januar:
Die Sonnenaktivität bleibt bei nahezu konstantem solaren Flux, der bei 70
Einheiten liegt, unverändert gering. Zwischen dem 24. und 28. Januar sind
wieder ruhige geomagnetische Bedingungen vorhergesagt, bevor der Sonnenwind
wieder stärker wird. Wir erwarten beim 160 m Contest am kommenden Wochenende
gute DX-Bedingungen und wahrscheinlich eine positive Phase in der Nacht zum
Sonnabend und vielleicht auch in der Nacht zum Sonntag, denn irgendwann am
Sonntag beginnt die nächste prognostizierte Störung.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Grayline-DX, alle Zeiten in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:26; Melbourne/Ostaustralien 19:22;
Perth/Westaustralien 21:32; Singapur/Republik Singapur 23:14; Tokio/Japan
21:47; Honolulu/Hawaii 17:10; Anchorage/Alaska 18:38; Johannesburg/Südafrika
03:35; San Francisco/Kalifornien 15:20; Stanley/Falklandinseln 08:15;
Berlin/Deutschland 07:01; Bouvet 03:52.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:02; San Francisco/Kalifornien 01:23;
Sao Paulo/Brasilien 21:57; Stanley/Falklandinseln 00:01; Honolulu/Hawaii 04:15;
Anchorage/Alaska 01:40; Johannesburg/Südafrika 17:03; Auckland/Neuseeland
07:38; Berlin/Deutschland 15:35; Bouvet 20:03.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatten
Stefan Hüpper, DH5FFL, und Thorsten Schmidt, DO1DAA, vom Amateurfunkmagazin CQ
DL. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite
sowie in Packet Radio unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit
bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion
CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de.

Vielen Dank fürs Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!

---
Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
[1] http://www.radio-oberlausitz-international.de/
[dx] http://www.darc.de/der-club/referate/referat-conteste/

Diese E-Mail enthält vertrauliche und / oder rechtlich geschützte Informationen
und diese sind ausschließlich DARC intern zu verwenden. Wenn Sie nicht der
richtige Adressat sind oder diese E-Mail irrtümlich erhalten haben, informieren
Sie bitte sofort den Absender und vernichten Sie diese E-Mail. Das Kopieren
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des Verfassers gestattet.

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