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Subj: Deutschland-Rundspruch 06/2017
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DARC e.V., Lindenallee 4, 34225 Baunatal, Telefon 0561 949880
Deutschland-Rundspruch 6/2017, 6. KW
(Redaktionsschluss: Mittwoch 10 Uhr, freigegeben für Rundspruchsendungen ab
Donnerstag, den 9. Februar 2017, 17:30 UTC. Aktuelle Audiofassung unter
http://www.ostseerundspruch.de/category/deutschland-rundspruch/ auch als
RSS-Feed und http://www.darc.de/uploads/media/dlrs.mp3, die aktuelle PDF-Datei
finden Sie im eingeloggten Zustand unter
https://www.darc.de/nachrichten/deutschland-rundspruch/#c35494.
(An die Rundspruchsprecher: Internet-Linkverweise nicht vorlesen, z.B. [X];
lediglich für die Schriftfassung werden diese am Ende des Rundspruches
aufgelistet.)

Hallo, liebe SWLs, YLs und OMs,
Sie hören den Deutschland-Rundspruch Nummer 6 des Deutschen Amateur-Radio-Clubs
für die 6. Kalenderwoche 2017. Diesmal haben wir Meldungen zu folgenden
Themen:

- Theologin Margot Käßmann besucht DARC-Geschäftsstelle
- DA0HQ belegt 3. Platz in der IARU-HF-Weltmeisterschaft 2016
- Ein weiteres hervorragendes Jahr für den Amateurfunkdienst in den USA
- Wer zahlt den Einsatz des Funkstörmessdienstes?
- Welttag des Radios
- 40. GHz-Tagung Dorsten am 11. Februar
- Aktuelle Conteste
und
- Was gibt es Neues vom Funkwetter?

Hier die Meldungen:

Theologin Margot Käßmann besucht DARC-Geschäftsstelle
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Am 8. Februar besuchte die "Botschafterin des Rates der Evangelischen Kirche
für das Reformationsjubiläum 2017", Prof. Dr. Dr. h.c. Margot Käßmann, die
DARC-Geschäftsstelle. Anlässlich des Reformationsjubiläums im laufenden Jahr
machte sie sich an der Clubstation DF0AFZ unter dem Ausbildungsrufzeichen
DN1AFZ selbst ein Bild von dem Funkbetrieb, der aktuell unter dem
Sonderrufzeichen DL500ML stattfindet und für den sie die Schirmherrschaft
übernommen hat. "Das Jubiläum ist kein Deutsch-Nationales. Ich erlebe, dass die
Reformation eine 'Weltbürgerin' geworden ist. Wir holen Menschen aus aller Welt
zurück nach Wittenberg. Dafür ist für mich auch das Funken ein schönes Symbol",
betonte Margot Käßmann. "Die Botschaft der Reformation auch über Funk weiter zu
tragen ist ein Weg von vielen", so Käßmann weiter, "der Glaube endet wie der
Amateurfunk eben nicht an den Ländergrenzen. Das ist gerade hochaktuell.
Vielleicht hätte Martin Luther früher auch gefunkt, um seine Thesen zu
verbreiten". Abschließend dankte sie dem DARC e.V. und seinen Mitgliedern für
die Funkaktivität unter dem Sonderrufzeichen. Millionen Christen feiern im Jahr
2017 das 500-jährige Jubiläum der Thesen Martin Luthers, die er seinerzeit in
Wittenberg aufstellte. In Zusammenarbeit mit einigen evangelischen
Landeskirchen würdigt der DARC e.V. dieses Ereignis mit dem Sonderrufzeichen
DL500ML. Es ist das gesamte Jahr aktiv und kann von interessierten
Funkamateuren aktiviert werden [1]. Margot Käßmann ist eine
evanglisch-lutherische Theologin und Pfarrerin, die bereits im kirchlichen
Umfeld viele Ämter bekleidete. Den Titel als Botschafterin des Rates der
Evangelischen Kirche in Deutschland für das Reformationsjubiläum 2017 hat sie
seit April 2012 inne. Sigmar Gabriel (SPD) brachte Margot Käßmann überdies im
Oktober 2016 als mögliche Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin ins
Spiel, welches sie jedoch ablehnte.

DA0HQ belegt 3. Platz in der IARU-HF-Weltmeisterschaft 2016
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Die deutsche Headquarter-Station DA0HQ hat in der IARU-HF-Weltmeisterschaft
2016 den dritten Platz belegt. Die Ergebnisse wurden kürzlich veröffentlicht.
"Es ist knapper als gedacht", fasst Stationsmanager Björn Bieske, DL5ANT, in
einer E-Mail an die DARC-Geschäftsstelle zusammen und fährt fort: "Was sehr
positiv ist, wir haben die meisten Multis - und QSOs". Auch wenn sich DA0HQ
"nur" für Platz 3 qualifizieren konnte, so ist der Abstand zum vierten Platz
doch beachtlich. Den ersten Platz belegte TM0HQ, auf Platz 2 positionierte sich
EF4HQ, Platz 4 beansprucht OL6HQ für sich und Platz 5 erreichte S50HQ.

Ein weiteres hervorragendes Jahr für den Amateurfunkdienst in den USA
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Wie der amerikanische Amateurfunkverband ARRL berichtet, war das vergangene
Jahr ein hervorragendes für die Nachwuchsgewinnung. Die Prüfungskoordinatorin
der ARRL, Maria Somma, AB1FM, sagte: "Die Zahl der neu ausgegebenen
Amateurfunkgenehmigungen ist gegenüber 2015 um 1 % gestiegen. Dies ist das
dritte Jahr in Folge, in dem die Gesamtzahl der neuen Amateurfunkgenehmigungen
30 000 überschritten hat." Zum Vergleich: 32 552 Genehmigungen wurden im Jahr
2016, 32 077 im Jahr 2015 und 33 241 im Rekordjahr 2014 erteilt. Die Gesamtzahl
der Amateurfunk-Lizenzinhaber wächst nach Angaben der ARRL jedes Jahr
kontinuierlich, seitdem die US-amerikanische Telekommunikationsbehörde FCC die
Morseprüfung im Jahr 2007 abgeschafft hat. In den vergangenen zehn Jahren ist
die Netto-Zahl der Amateurfunk-Lizenzinhaber laut Statistiken von Joe Speroni,
AH0A, um fast 87 000 gestiegen. Zum 31. Dezember 2016 belief sich die
Gesamtzahl der Lizenzinhaber in der FCC-Datenbank auf 742 787 und lag nur
geringfügig unter dem Allzeithoch von 743 003, das im vergangenen November
erreicht wurde, aber deutlich über 2015 mit 735 405 Amateurfunkgenehmigungen.

Wer zahlt den Einsatz des Funkstörmessdienstes?
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In der Vergangenheit war klar: Bei elektromagnetischen Störungen unbekannter
oder bekannter Ursache konnte man sich als Funkamateur oder Bürger an die
Bundesnetzagentur wenden und Abhilfe beantragen. Die Kosten für diese
Dienstleistung wurden bis auf wenige Ausnahmen auf den sog. EMV-Beitrag aller
Senderbetreiber nach einem gewissen Schlüssel umgeleitet. Diesen EMV-Beitrag
bezahlen auch Funkamateure als Teil ihrer jährlich wiederkehrenden Kosten für
die Rufzeichenzuteilung. In Ausnahmefällen, nämlich nur dann, wenn der
Verursacher einer elektromagnetischen Störung diese schuldhaft verursacht,
wurden die Kosten von diesem getragen. Mit dem neuen EMVG drohte nun, dass
Kosten zukünftig bevorzugt dem Verursacher, oder wenn dieser nicht ermittelt
werden kann, dem Meldenden angelastet werden könnten. Diese Idee ist nun
zunächst von Tisch, denn in einem Gespräch zwischen BNetzA und dem
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) kam man bereits zu der
Erkenntnis, dass dies dem eigentlichen Auftrag der Störungsbearbeitung
zuwiderläuft und man daher wieder auf die alte Reglung zurückkommen möchte.
Daher hat man seitens der BNetzA zunächst die Vergebührung der
Störungsbearbeitung ausgesetzt, bis letzte Fragen mit dem Finanzministerium
geklärt sind.

Welttag des Radios
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Am Montag, den 13. Februar wird der "World Radio Day" - oder auf Deutsch
"Welttag des Radios" - begangen. Er wurde im Jahr 2012 von der UNESCO zum
ersten Mal ins Leben gerufen. Der Beschluss hierfür fiel auf der
vorausgegangenen Generalkonferenz auf Anregung Spaniens. Der Welt-Radiotag soll
auf die wichtige Bedeutung dieses Mediums aufmerksam machen. Der Rundfunk ist
auch in der heutigen Zeit noch immer das Massenmedium mit der größten
Teilnehmerschaft weltweit. Gleichzeitig ist es das preiswerteste
Kommunikationsmittel, wenn man die Gesamtkosten inkl. seiner Verbreitung
berücksichtigt. Ohne das Radio wären viele Menschen von Informationen
ausgeschlossen. Rundfunkstationen sind in abgeschiedenen Regionen oft die
einzige Informationsquelle und ermöglichen es den dort lebenden Menschen, an
der öffentlichen Diskussion und am demokratischen Meinungsbildungsprozess
teilzuhaben; auch sind Bildungsarbeit, spezielle Informationsangebote zur
Gesundheitsvorsorge oder Alphabetisierungsarbeit wichtige Elemente der
Programme. Auslandssendungen auf Kurzwelle können zensur- und kostenfrei ohne
das Vorhandensein einer Infrastruktur empfangen werden und sind daher gerade in
totalitären Staaten eine Quelle unabhängiger Information. Obwohl die Bedeutung
des Rundfunks von Entscheidungsträgern mittlerweile oft heruntergespielt und
auch sein gesetzlicher Schutz zunehmend aufgeweicht wird, spielt das Radio in
der Notfallkommunikation und im Katastrophenschutz nach wie vor eine
entscheidende Rolle. Um hierzu einen Beitrag zu leisten, hat der Deutsche
Amateur Radio Club seit 2015 auch eine eigene Radiostimme etabliert, nämlich
RADIO DARC. Darauf weist der Chefredakteur des Senders, Rainer Englert DF2NU,
hin.

40. GHz-Tagung Dorsten am 11. Februar
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Die 40. Ausgabe der GHz-Tagung findet am 11. Februar in Dorsten statt. Das
umfangreiche Vortragsprogramm beginnt mit der traditionellen Verleihung der
DARC-UKW-Contestpokale. In der Mittagspause können mitgebrachte Geräte an
Messplätzen vor Ort geprüft werden. Die Anschrift lautet: Im Werth 6, 46282
Dorsten. Der Eintritt ist frei.

Aktuelle Conteste
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11. Februar: VFDB-Contest Teil 1 und 2
11. bis 12. Februar: CQ WPX RTTY Contest und PACC Contest 15. Februar: AGCW-DL
Schlackertastenabend 18. bis 19. Februar: ARRL International DX Contest Die
Ausschreibungen finden Sie auf der Webseite des DX und HF-Funksportreferates
[dx] sowie mittels der Contesttermin-Tabelle in der CQ DL 2/17 auf S. 60.

Der Funkwetterbericht vom 7. Februar, erstellt von Hartmut Büttig, DL1VDL
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Rückblick vom 31. Januar bis 6. Februar: Mittlerweile typisch für den
absteigenden Sonnenfleckenzyklus ist die Tatsache, dass für die
Kurzwellenausbreitung der Einfluss des Sonnenwindes wichtiger ist als die
Sonnenfleckenzahlen. Die solaren Fluxwerte fielen unwesentlich von 76 auf 72
Einheiten, aber der Sonnenwind blies unentwegt. Wer aktiv die Bänder
beobachtete, erwischte die Zeiten, in denen der Sonnenwind abflaute und der
geomagnetische Index k unter 3 rutschte. Das war beispielsweise in der Nacht
zum letzten Sonntag und auch tagsüber am Sonntag der Fall. Da öffnete das
15-m-Band morgens nach ZL und VK, nachmittags zur US-Ostküste und in die
Karibik. Zu Beginn der Abenddämmerung gab es anomal gute Graylinebedingungen:
Neuseeland auf 80 m mit S7, Mauritius auf 40 m mit S9 und einzelne
Nordamerikaner auf 40 m mit S5. 20 m öffnete ziemlich lange weltweit, sogar
Australien war über mehrere Stunden sehr stabil hörbar. Am Morgen des 7.
Februar begann die nächste ruhige Phase.

Vorhersage bis zum 14. Februar:
Ein einzelner stabiler Sonnenfleck - die Region 2634 - ist im nordöstlichen
Quadranten sichtbar. Wir befinden uns zunächst noch in einer Phase, in der das
interplanetare Magnetfeld begünstigend mit unserem geomagnetischen Feld koppeln
kann. Deshalb sind am 8. und 9. Februar die nächsten Störungen vorhergesagt.
Danach könnte es bis zum 14 Februar ruhiger werden. 20 m wird an den meisten
Tagen weltweit öffnen, 17 und 15 m muss man nach dem 9. des Monats beobachten
und sollte, wie am vergangenen Sonntag öffnen. Die unteren Bänder sind aufgrund
des günstigen Sonnenstandes bis zum Frühlingsanfang DX-freundlich, aber sehr
von den Störungen des Erdmagnetfeldes abhängig.

Es folgen nun die Orientierungszeiten für Grayline DX, alle Zeiten in UTC:

Sonnenaufgang: Auckland/Neuseeland 17:42; Melbourne/Ostaustralien 19:39;
Perth/Westaustralien 21:46; Singapur/Republik Singapur 23:16; Tokio/Japan
21:36; Honolulu/Hawaii 17:06; Anchorage/Alaska 18:01; Johannesburg/Südafrika
03:46; San Francisco/Kalifornien 15:08; Stanley/Falklandinseln 08:43;
Berlin/Deutschland 06:38.

Sonnenuntergang: New York/USA-Ostküste 22:20; San Francisco/Kalifornien 01:40;
Sao Paulo/Brasilien 21:51; Stanley/Falklandinseln 23:38; Honolulu/Hawaii 04:24;
Anchorage/Alaska 02:21; Johannesburg/Südafrika 16:56; Auckland/Neuseeland
07:27; Berlin/Deutschland 16:03.

Das waren die Meldungen des DARC-Deutschland-Rundspruchs. Die Redaktion hatte
Stefan Hüpper, DH5FFL, und Thorsten Schmidt, DO1DAA, vom Amateurfunkmagazin CQ
DL. Diesen Rundspruch gibt es auch als PDF- und MP3-Datei auf der DARC-Webseite
sowie in Packet Radio unter der Rubrik DARC. Meldungen für den Rundspruch - mit
bundesweiter Relevanz - schicken Sie bitte per Post oder Fax an die Redaktion
CQ DL sowie per E-Mail ausschließlich an redaktion@darc.de. Vielen Dank fürs
Zuhören und AWDH bis zur nächsten Woche!

---
Verzeichnis der Internetadressen (Rundspruchsprecher: Bitte nicht vorlesen!):
 [1] http://www.darc.de/der-club/distrikte/c/ortsverbaende/15/dl500ml-
     500-jahre-reformation/
[dx] http://www.darc.de/referate/dx

--

Quelle: https://www.darc.de/

  * Mit freundlicher Genehmigung des DARC ins Packet-Radio übernommen *

Funkfreunde Landshut e.V.
www.funkfreundelandshut.de
 


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